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The Everest Journal

von Theresa DiMartini September 18, 2022 4 Minuten Lesezeit

Bildquelle Titelbild: @rolex.udedokei (Instagram)

Endlich ist sie da: Die neue Armbanduhr. Als stolzer Eigentümer ist man natürlich überglücklich. Die Anschaffung der Uhr war wahrscheinlich eine größere Investition und musste gut durchdacht werden. Lang ersehnt und wohl verdient, beginnt nun die Honeymoon-Phase am Handgelenk. Doch war der Anschaffungspreis der Uhr schon alles oder hast du etwas vergessen? Mit dieser Übersicht zeigen wir euch alle möglichen Kosten, die mit dem Eigentum an Luxusuhren einhergehen.

Bildquelle @watch_out_germany (Instagram)

Kurz vorab: Es gibt natürlich auch Uhren, deren Besitz weit weniger kostet. Günstiger sind zum Beispiel viele Quarzuhren. Eine neue Batterie kostet 2€ und wenn man den Wechsel nicht selbst durchführen möchte, zahlt man 10€ im nächsten Kaufhaus. Ansonsten kann man die günstigsten Uhren dieser Art schon ab ca. 10 Euro neu kaufen.

Es gibt jedoch auch sehr günstige mechanische Uhren, die man für weniger als 100 Euro erwerben kann. Auch wenn diese Uhrwerke zum Teil als recht langlebig gelten, kann ein Service bei einem Uhrmacher im Vergleich zum Anschaffungspreis der Uhr in vielen Fällen nicht sinnvoll sein.

Sowohl Quarzuhren als auch günstigere mechanische Uhren sollen in diesem Artikel nicht betrachtet werden. Stattdessen widmen wir uns dem Thema Luxusuhren.

Bildquelle @watch_out_germany 

Selbstverständlich ist die erste finanzielle Hürde die Zahlung des vollständigen Kaufpreises. Ich sage mit Absicht "vollständig", da ich niemandem den Kauf über einen Kredit empfehlen würde.

Die echten Kosten einer Uhr können jedoch weit mehr als den eigentlichen Kaufpreis umfassen. Es gibt einen weiteren Teil von fixen und variablen Kosten.

Auf der Hand liegen natürlich die Kosten für eine Revision der Uhr. Die meisten Hersteller empfehlen eine Revision alle 5 - 7 Jahre. Theoretisch können ordentlich behandelte Uhren jedoch weit länger ohne Service auskommen. Die Frage ist jedoch, ob man lange Wartungsintervalle im Lichte von erhöhten Revisionskosten riskieren möchte. Denn je nach Marke und Modell können sich die Kosten einer Revision erheblich unterscheiden. Die Spanne beginnt im Luxusuhrbereich bei ca. 150 Euro und endet bei ca. 2.000 Euro, wenn man das größere Marktumfeld betrachtet. Mit Sicherheit gibt es in beiden Richtungen Ausnahmen. Generell gilt: Je teurer und komplexer die Uhr, desto teurer die Revision oder mögliche Reparaturkosten. Zudem können bei einigen Herstellern im Rahmen einer Revision weitere Kosten für außerplanmäßige Reparaturen oder die Aufbereitung selbst anfallen.

Bildquelle @koreahasseoul1 (Instagram)

Weitere Kosten können auf dich zukommen, wenn du dich für eine Versicherung entscheidest. Die meisten Uhren dürften bei einem Einbruch über eine herkömmliche Hausratversicherung abgedeckt sein, jedoch sollte man dies unbedingt bei seinem Versicherer anfragen. Ansonsten gibt es die Möglichkeit Uhren extra zu versichern. Es gibt diverse Anbieter, die Uhren für weiteren Risikoschutz versichern, wie z.B. Diebstahl, Beschädigung oder weltweiten Versicherungsschutz. Bei einem Wert der Uhr von 10.000 Euro zahlt man im Durchschnitt 30 Euro im Monat - sofern man eine solche Versicherung möchte.

Auch der Diebstahl im eigenen zu Hause kann zur traurigen Realität werden. Möchte man die Diebe aktiv daran hindern, die Schmuckstücke mitzunehmen, bietet sich ein Tresor an. Auch hier gibt es natürlich erhebliche Unterschiedliche. Es gibt bereits kleine Tresore, die man problemlos gebraucht für 30 Euro bekommt, die jedoch unter Umständen mit ein wenig Kraft weggetragen werden können, sofern sie nicht eingebaut sind. Auf der anderen Seite werden fest eingebaute Tresore inklusive Uhrenbeweger angeboten, die weit teurer als ein Auto werden können. Sehr gute Modelle werden deine Sammlung jedoch ab ca. 600 Euro angemessen schützen können. Eine andere Möglichkeit besteht darin, die Uhren in einem Bankschließfach zu lagern. Schließfächer sind bei diversen Banken gegen eine jährliche Gebühr zwischen 30 und 80 Euro zu mieten. Auch hier ist darauf zu achten, welche Gegenstände und Werte konkret versichert sind.

Bildquelle @watches_ger (Instagram)

Für diejenigen, die eine Uhr als Investment kaufen, sei noch folgendes gesagt. Der Uhrenmarkt ist ebenso unberechenbar wie andere Produkte auf dem Finanzmarkt. Es gibt Marken, deren Modelle im Wert sinken und es gibt Marken, deren Modelle im aktuellen Markt ihren Wert behalten oder sogar steigen. Zu letzterem gehören natürlich die aktuell beliebtesten Modelle von Omega, Tudor, Rolex, Audemars Piguet oder Patek Philippe. Doch wie sich dieser Markt in Zukunft entwickeln wird, welche Modelle zukünftig begehrt sein werden oder ob andere Marken vorrücken werden, ist reine Spekulation. Betrachtet man den Uhrenmarkt als Ganzes wird diese These unterstützt.

Nicht unterschätzt werden sollten auch die Opportunitätskosten. Die Zeit spielt eine große Rolle bei der Suche oder gar Investition in Luxusuhren. Viele Besuche bzw. Fahrten zu dem Konzessionär des Vertrauens, Recherchen im Internet oder der Austausch mit Spezialisten können enorm viel Zeit nehmen. Zeit, die eventuell kosteneffizienter oder erträglicher gestaltet werden könnte.

Für Uhrensammler gilt für sämtliche Kosten natürlich: Frohes multiplizieren!

Das Eigentum an Uhren kann somit weitere variable und fixe Kosten verursachen. Insbesondere das Sammeln von Uhren ist daher ein Hobby, welches schnell teuer werden kann. Die Kosten außerhalb der Fixkosten, die jeder nach eigenen Vorlieben und Bedürfnissen gestalten kann, bleiben als Projekt mit dieser Übersicht jedoch kalkulierbar. In diesem Sinne sollte auch jeder Uhrenfan unbedingt bei Everest vorbeischauen. Egal ob Armbänder, Uhrenrollen oder Werkzeug, eure Sammlung wird bei uns vervollständigt. 

Theresa DiMartini
Theresa DiMartini


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